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Geschichte

Aus den Gründungsjahr 1926

Als der Freundeskreis für das Kleinkaliberschießen in Nordborchen immer größer wurde, beschloss der damalige Bürger-Schützenverein Nordborchen in seiner Generalversammlung vom 24. Januar 1926 die Bildung einer Schießgruppe. Sie sollte eine selbständige Abteilung innerhalb des Schützenvereins sein. Und so sind wir heute immer noch eine Abteilung innerhalb der Schützenbruderschaft Nordborchen.

Kurzchronik der Schießsportabteilung
1926
In der Generalversammlung des Bürger-Schützenvereins wird beschlossen, aus dem Freundeskreis von Kleinkaliberschützen einen Schießverein zu gründen.
1930
Auf dem Grundstück von Oberst Franz Menke wird ein eigener Kleinkaliberstand errichtet.
1931
Nutzungsvertrag zwischen Oberst Franz Menke und dem Schützenverein für die Dauer von 30 Jahren.
1932
Dem Landesverband werden 60 Altschützen (ab 22 Jahren) und 40 Jungschützen (17-21 Jahre) gemeldet.
1933
Ausrichtung des Gau-Pokalschießens in Nordborchen.
1939
Auflösung des Schießsport-Betriebs, da die meisten Mitglieder zur Armee einberufen wurden.
1949
Wiederbelebung des Schützenwesens. Wandlung des ehemaligen Bürgerschützenvereins in eine Schützenbruderschaft mit Anschluß an den Bund der Hist. Deutschen Schützenbruderschaften.Aufgrund der Schrecken des Krieges war an eine Ausübung von Schießsport nicht zu denken.
1972
Neugründung einer Schießsport-Abteilung. Zehn Mitglieder stellen für den Aufbau des Schießsports 530,-DM, die Schützenbruderschaft 1.000,-DM als Darlehn zur Verfügung.
1972
Aufbau eines Schießstands im Bühnenraum der Gemeindehalle Nordborchen.
1976
50-jähriges Bestehen der Schießsport-Abteilung
1977
Bau eines neuen Luftgewehrschießstandes unter dem neuen Saal des Vereinlokals "Haus Roseneck .
2001
75-jähriges Jubiläum der Schießsport-Abteilung mit Ausrichtung des Verbandstages des Bezirksverbands Paderborn-Land.
2010
Nach nur 9 Monaten Bauzeit wurde am 13.Mai 2010 in einem feierlichen Festakt der neue Schießstand an der Gemeindehalle eröffnet.
Chronik der Schießsportabteilung

„Der Vorsitzende gab bekannt, dass wir bis jetzt seitens des Schützenvereins, nebenbei einen Schießverein hatten. Der Schützenvorstand hatte bisher die Leitung übernommen und bat darum, einen besonderen Vorstand zu wählen. Es wurde der Schützenoberst Franz Menke als Vorsitzender, Josef Schwarzenberg als Schriftführer und Max Lüke als Kassenführer gewählt. Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Soweit der wörtliche Auszug aus Punkt 6 - Verschiedenes - Absatz 4 des Generalversammlungs-Protokolls vom 24. Januar 1926. Mit diesem Beschluss war der Schießverein als eine eigenständige Abteilung mit eigenem Vorstand im Schützenverein gegründet worden. Seit wann vorher nebenbei ein Schießverein existiert hat, ließ sich trotz intensiver Nachforschungen nicht mehr feststellen.

Als Sportart im Schießverein wurde das Kleinkaliberschießen gepflegt und gefördert. Die Versammlung am 20. 7. 1930 beschloss, auf dem Grundstück von Oberst Menke am Liethberg einen Kleinkaliberstand zu errichten. Es wurde eine Kommission gewählt, die in Zusammenarbeit mit dem Schützenvorstand den Schießstand aufbauen sollte. Ihr gehörten an: Johannes Kirchhoff, Josef Niggemeier, Johannes Koch, Josef Schwarzenberg, Fritz Tingelhoff und Josef Baumhögger.

Nach einem halben Jahr Aufbauarbeit konnte am 10. Januar 1931 mit Franz Menke ein Vertrag zur Nutzung des Grundstückes auf die Dauer von 30 Jahren, mit dem Recht auf Verlängerung, abgeschlossen werden. U. a. wurde vereinbart, dass die Anlage im Eigentum des Vereins verblieb, die 30-jährige Benutzung unentgeltlich war und bei ganz nasser Witterung, wenn der Boden zu durchweicht ist und zu viel vertreten wird, keine Schießübungen stattfinden dürfen.

Am 25. März 1931 beschloss die Versammlung, der Kleinkaliber-Sportgruppe des Landesverbandes beizutreten. Der vereinsmäßige Jahresbeitrag belief sich auf 2,50 Mark. Der Preis für ein Schießbuch betrug 10 Pfennig. Es wurden 60 Altschützen (ab 22 Jahre) und 40 Jungschützen (17-21 Jahre) gemeldet.

Im Jahre 1932 erhielt der Schießverein einen Wanderpreis. Aus diesem Grunde war Nordborchen dann im Jahr 1933 Ausrichter des „Gaupokalschießens“. Zwei Alt- und eine Jungmannschaft nahmen am 12. Febr. 1933 an den Schießwettkämpfen des Schützenverbandes auf dem Schießstand Wilhelmshöhe der Sportgemeinschaft „Preußen“ in Paderborn teil. Am 26. April 1936 konnten folgende Schützen Ehrenurkunden vom Reichssportverband für die Teilnahme an einem Kleinkaliberwettbewerb auf Gauebene in Empfang nehmen: Johannes Kirchhoff (2. Sieger), Heinrich Exner (12.), Konrad Düsing (35.) und Franz Menke (42.). Der Schießverein verzeichnete eine stete Aufwärtsentwicklung, bis der 2. Weltkrieg die Arbeit jäh unterbrach. Als sich nach dem Ende des schrecklichen Krieges Ende der 1940-er Jahre unter der Obhut der Kirche das Schützenleben in veränderter Organisationsform wieder regte, war an der Weiterführung eines Schießvereins jedoch nicht zu denken. Die Schrecken des Krieges waren noch zu tief verwurzelt, als dass man sich schon wieder dem Sportschießen hätte widmen können.

Außerdem war die Benutzung und der Besitz jeglicher Art von Gewehren von den Siegermächten verboten worden. Selbst das Königschießen Ende der 1940-er und Anfang der 1950-er Jahre durfte nur mit der Armbrust durchgeführt werden. In späteren Jahren stieg jedoch mehr und mehr wieder das Interesse am Schießsport. Es waren in Nordborchen aber noch zu wenig Interessenten, so dass an eine Fortführung der Schießgruppe in umgewandelter Form als Schießabteilung vorerst nicht zu denken war.

Erst zu Beginn der 1970-er Jahre fand sich wieder eine größere Anzahl begeisterter Sportschützen zusammen, die auf die Bruderschaft einwirkten, das sportliche Schießen wieder aufleben zu lassen. Die Generalversammlung vom 22. Januar 1972 beauftragte den Vorstand, bei genügendem Interesse eine Schießabteilung ins Leben zu rufen. Oberst Teichler rief daher für den 1. März 1972 eine Interessentenversammlung ein. Das Ergebnis der Versammlung war die Neugründung einer Schießabteilung, die auf die Tradition des früheren Schießvereins aufbaut. Zu den Gründungsmitgliedern zählten: Werner Daldrup, Hermann Hahn<, Werner Koziburski, Gerhard Lamping, Johannes Rensing, Helmut Teichler, Felix Urban und Alfons Wenner. Zum ersten Vorsitzenden wählte man Werner Koziburski, zum Schriftführer Johannes Rensing.

Am 15. März 1972 kam man zu einer weiteren Versammlung zusammen. Weitere Interessenten hatten sich eingefunden und traten der Abteilung bei: Klaus Hecker, Josef Kemper, Manfred Meyer (Haxterberg) und Robert Schmitt. Die weiteren Vorstandspositionen wurden wie folgt besetzt: Schießmeister: W. Koziburski, Kassierer: Josef Kemper, stellv. Kassierer: W. Daldrup, stellv. Schriftführer: G. Lamping, Waffenwart: R. Schmitt.

Der Beitrag wurde auf monatlich 1,— DM festgesetzt, das Schießgeld auf 0,50 DM je 15 Schuss. Als Grundstock für die Kasse wurden von den Mitgliedern insgesamt 530,- DM zur Verfügung gestellt. Die Bruderschaft gewährt am 12. Mai 1972 ein Darlehen von 1.000,- DM. Da noch keine vereinseigenen Gewehre vorhanden waren, erklärten sich die Mitglieder, die bereits in Schießgruppen der Nachbarorte tätig waren, bereit, ihre Gewehre leihweise zur Verfügung zu stellen. Da noch ein Schießstand fehlte, mussten die Übungsabende vorerst auf auswärtigen Schießständen wahrgenommen werden.
Groß war daher die Freude, als die Gemeindevertretung Borchen am 18. Mai 1972 die Errichtung eines Schießstandes für Luftgewehre auf der Bühne in der Gemeindehalle genehmigte.

Neugründung
Am 17. Okt. 1972 konnte die in Eigenleistung erstellte Luftgewehrschießanlage in der Gemeindehalle ihrer Bestimmung übergeben werden.
Im Rahmen des Schützenfestes 1976 wird das 50-jährige Bestehen gefeiert. Am 18. Juni 1976 marschiert die Schießabteilung mit dem Hauptvorstand der Bruderschaft und dem Fanfarenzug zur Schweiz, um das einzige noch lebende Gründungsmitglied des Schießvereins, Josef Baumhögger, zu ehren.

Verbunden mit einem mehrtägigen Pokalschießen zusammen mit den Sportfreunden der Bezirksverbände Paderborn-Land und Paderborn-Stadt findet am 26. August 1977 die Einweihung der neuen Schießanlage im Vereinslokal „Haus Roseneck“ statt. Die Anlage befindet sich im Keller unterhalb des Saales und wurde mit Unterstützung des Eigentümer-Ehepaares Leni und Alfons Wenner in Eigenleistung erbaut. Ein Vertrag über eine 30-jährige Nutzung mit Verlängerungsmöglichkeit wurde am 25. Jan. 1977 zwischen den Eheleuten Wenner und dem Vorstand der Schützenbruderschaft abgeschlossen.
Diese neue Schießanlage war notwendig geworden, weil der Schießstand in der Gemeindehalle bei größeren Festen immer wieder auf- und abgebaut werden musste. Ende 1978 zählt die Abteilung 85 aktive und passive Mitglieder.

Im Oktober 1997 führte die Schießsportabteilung ein Jubiläumspokalschießen durch. Anlässlich der Neugründung der Abteilung vor 25 Jahren waren Gäste der Schießsportabteilungen der Königssträßer aus Paderborn, aus Hövelhof und aus Alfen eingeladen worden. Diese Vereine waren beim Eröffnungsschießen im Herbst 1972 ebenfalls zu Gast, und zwar als Dank für die Bereitstellung ihrer Schießsportanlagen in der Zeit vor der Fertigstellung unserer eigenen Stände.

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens im Jahre 2001 wurde zum zweiten Mal ein Bezirksverbandstag nach Nordborchen vergeben. Im Rahmen des Programms führten Mitglieder der Abteilung ein Schauspiel mit Episoden der vergangenen 75 Jahre vor.

Nach fast 34 Jahren Schießbetrieb im Keller der Gaststätte „Haus Roseneck“ ging auch dieser Geschichtsabschnitt leider zu Ende. Die Nachfahren von Leni und Alfons Wenner gaben den Betrieb der Gaststätte auf und kündigten zwangsläufig auch den Nutzungsvertrag des Schießkellers. So ging die Schießsport-Abteilung in eine ungewisse Zukunft. Zusammen mit der Gemeinde Borchen wurde nach Alternativen gesucht, um für die Schießsportler eine neue Heimstätte zu finden.

Schießstand-Neubau
Zunächst wurde die Möglichkeit in Erwägung gezogen, den Dachboden des Mallinckrodthofes entsprechend auszubauen. Diese Variante wurde jedoch wegen bautechnischer Einschränkungen relativ schnell verworfen. Auf Initiative des Bürgermeisters Heinrich Schwarzenberg wurde daraufhin eine Planung aufgesetzt, die örtliche Gemeindehalle zur Schützenstraße hin durch einen Schießstand-Anbau zu erweitern.

Durch die Integration und Nutzung des auf gleicher Ebene bereits vorhandenen Westfalenkellers und weiterer Nebenräume konnte so ein neues Sportzentrum mit 8 modernen Luftgewehrschießständen für die Schießsport-Abteilung, aber auch eine neue Heimat für die Jungschützen entstehen. Die Finanzierung des Bauvorhabens teilten sich die Gemeinde Borchen und die Schützenbruderschaft, wobei ein erheblicher Teil von den Schützen in Eigenleistung erbracht wurde.

Im August 2009 fand der erste Spatenstich statt und am 12. Mai 2010 wurde nach neunmonatiger Bauzeit in einem feierlichen Festakt der neue Luftgewehr-Schießstand von Pastor Andreas Schottek (kath. Kirche) und Pfarrer Karl-Edzard Buse-Weber (ev. Kirche) eingeweiht.

Viele Schützen haben für dieses Bauvorhaben ihre Freizeit geopfert und über 3.000 Stunden Eigenleistung investiert. Dank guter Planung und diszipliniertem Umgang mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln konnte die Baumaßnahme innerhalb des geplanten Budgets realisiert werden. Ein großer Dank gilt auch der Gemeinde Borchen und den vielen Spendern, die dieses Vorhaben erst möglich gemacht haben. Ende 2009 wurden über einen Weihnachtsbrief 637 Mitglieder angeschrieben mit der Bitte um finanzielle Unterstützung durch eine einmalige Zuwendung. Dadurch kamen außerordentliche Zuschüsse in Höhe von 7.060,-€ zusammen. Vorab bereits erreichten Spenden aus der Hutsammlung auf Schützenfest 2009, von den Banken und der Warsteiner Brauerei, sowie aus dem Erlös des Adventsmarktes 2009 eine Gesamthöhe von 15.305,-€. Zusammen mit dem Zuschuss der Gemeinde konnte das Projekt realisiert werden, ohne die Kasse der Schützenbruderschaft zu belasten.

Seit der Inbetriebnahme der neuen Schießstände und des renovierten Westfalenkellers als Aufenthaltsraum für Schießsportler und Jungschützen herrscht wöchentlich reger Betrieb neben und unterhalb der Gemeindehalle. Die Jugendlichen der Schießsportabteilung und der Jungschützen sind wieder wie in den Anfangsjahren eng vermischt. Die Schießsport-Abteilung hat zum Mai 2016 eine Gesamtstärke von 92 Mitgliedern.

Und warum sollte man bei uns Mitglied werden
.......weil es immer noch Spaß macht.

Schießsportvorstand 1979-2016

Alle 1. Vorsitzender der Schießsportabteilung seit 1973. (Aufnahme vom 28.Mai 2016)
von lks. Cornelis Kuit (2011-heute), Volker Haartz (2006-2008), Jochen Hoppe (2008-2011), Franz-Josef Risthaus (1996-2003), Thomas Henkst (1991-1996) und Franz Drüke (1979-1991).

Es fehlen:


Josef Kemper
(1973-1979)

Werner Franke
(2003-2006)

 

Nachfolgend die Verantwortlichen der Schießsport-Abteilung seit 1972:

Zeitraum 1. Vorsitzender
1972 - 1973 Werner Koziburski ✞
1973 - 1979 Josef Kemper
1979 - 1991 Franz Drüke
1991 - 1996 Thomas Henkst
1996 - 2003 Franz-Josef Risthaus
2003 - 2006 Werner Franke
2006 - 2008 Volker Haartz
2008 - 2011 Joachim Hoppe
2011 - heute Cornelis (Kees) Kuit